Kombinationstherapie kann Ohrgeräusche mildern

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Es fiept, es tutet, es pfeift, es rauscht. Fast jeder zehnte in Deutschland kämpft mit lästigen Ohrgeräuschen. Die Diagnose ist meist niederschmetternd. Es gibt kein Heilmittel. Man kann leider nichts machen, ist geschlagen auf Lebenszeit.

Althergebrachte Methoden
Zur Beruhigung der Patienten werden oft Infusionen und Ginkgotabletten verabreicht. Auch Sauerstoff- und Lasertherapien werden gerne verschrieben. Die Wirksamkeit dieser Mittel ist jedoch keinesfalls erwiesen, ja teilweise sogar wiederlegt. Es mag sein, dass sie dem ein oder anderen Patienten die Kraft geben, besser mit den Geräuschen fertig zu werden. Es kann andersherum aber auch zu viel Frustration und einem stärkeren Fokus auf die Probleme führen. Insgesamt sind diese medizinischen Versuche also eher kritisch zu betrachten. Verzweifeln muss dennoch kein Patient: neuste Erkenntnisse zeigen, dass verschiedene Kombinationstherapien Erfolg bei der Behandlung von Tinnitus versprechen.

Kombinationstherapie

Zunächst gilt es zu verstehen, dass Tinnitus keine Erkrankung sondern meist nur ein Symptom ist. Es müssen also die Ursachen für dieses Symptom gefunden werden. Hier setzen neuere Therapieformen an. Da diese bei vielen Patienten im seelischen Bereich liegen, beinhaltet eine Kombinationstherapie immer auch psychotherapeutische Methoden.

Dazu kommen Anwendungen wie Massagen und Bäder, um Verspannungen zu lösen. Es wird also sowohl die psychische als auch die physische Seite ausgiebig untersucht und betrachtet. Ziel ist es, dem Patienten das Leben mit den Ohrgeräuschen erträglicher zu machen. Heilen kann man sie auch mit einer Kombinationstherapie natürlich nicht, rund ein Drittel der Patienten geben nach der Behandlung aber an, sie seien geheilt. Eine weitere hohe Zahl gibt an, sich deutlich besser zu fühlen. Das Leben mit dem Tinnitus ist nach der Behandlung deutlich erträglicher. Dies ist das Ziel der Therapie und es gelingt, so zeigt es die Statistik, tatsächlich sehr gut.

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