Abnehmen senkt Entzündungsparameter

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Das Übergewicht und Bewegungsmangel der Gesundheit auf Dauer abträglich sind, ist schon lange bewiesen. Doch das überflüssige Pfunde auch die Entstehung schwerer Krankheiten wie Gefäßverkalkungen (Atherosklerose) und Krebs begünstigen können, ist eine neue Erkenntnis. Ursächlich dafür sind chronische Entzündungsherde im Fettgewebe, die wiederum entzündungsfördernde Botenstoffe in den Organismus leiten und dadurch die Entwicklung von Krebszellen fördern.

Neue Studie mit überraschenden Ergebnissen

Eine neue Studie von Prof. Dr. Cornelia Ulrich, der Leiterin der Abteilung Präventive Onkologie im Deutschen Krebsforschungszentrum und Direktorin des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen, die in Zusammenarbeit mit mehreren Fachleuten aus den USA entstanden ist, hat nun interessante Ergebnisse hervorgebracht. So sanken die Entzündungswerte im Blut von übergewichtigen Frauen bei reduzierter Kalorienzufuhr um mehr als ein Drittel.

So ein enormer Rückgang ist sonst nur mit entzündungshemmenden Medikamenten erreichbar, die aber häufig starke Nebenwirkungen haben können. Die Frauen wurden dabei in verschiedene Gruppen eingeteilt und mussten dann ein Jahr lang entweder Diät halten, Sport treiben oder beides in Verbindung machen.

Übergewicht birgt große gesundheitliche Risiken

Epidemiologen schätzen, dass ca. ein Viertel aller Krebserkrankungen weltweit auf Übergewicht und einem Mangel an Bewegung zurückzuführen sind. Ein bewiesener Zusammenhang zwischen diesen Faktoren und einer Erkrankung besteht bei Darmkrebs, Brust- und Speiseröhrenkrebs. Bei der Entstehung von Tumoren in der Gebärmutterschleimhaut gilt sogar in über der Hälfte aller Fälle Übergewicht als Auslöser, bei Brustkrebs in den Wechseljahren sind es knapp ein Fünftel.

Schon wenige Kilos können viel bewegen

Eine kalorienarme Ernährung, Sport und viel Bewegung können also einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit leisten und das Risiko an Krebs zu erkranken deutlich senken. Schon eine Reduzierung des Gewichts von fünf oder zehn Prozent hat enorme Auswirkungen auf die Entzündungswerte im Körper und kann so die krebsfördernden Faktoren stark einschränken.

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